CNVX im Interview (2/2)

Photo: Anke Schwibs

Wir sprechen mit CNVX im zweiten Teil unseres Interviews über die neue EP „Path I – Rising“, Motten und Zukunftsvisionen. Du hast den ersten Teil verpasst? Kein Problem, Du kannst ihn hier nachlesen.


Orkus: Fordert ihr euch selbst gerne heraus?
France:
Wir fordern uns besonders in unserer Musik oft heraus. Unser eigener Anspruch ist die größte Herausforderung, dadurch haben wir aber auch tolle Songs geschaffen und sind als Band weiter zusammengewachsen.
Dirk: Unbedingt! Ohne uns selbst immer wieder herauszufordern wäre die Band zum Beispiel so nicht möglich. Neben unseren Jobs, Familie und allen Verpflichtungen dahinter, ist das ein enormer Kraftakt für alle. Wir haben hier zwischenzeitlich aber eine sehr gute Routine entwickelt und das Bandleben als ganz feste Größe integriert. Wir proben zweimal die Woche und häufig kommt noch ein Tag im Studio für Songwriting/Recording hinzu. Mit einem festen Ziel und Fokussierung ist alles möglich.

O: Sehr mitreißend ist auch „My Darkest Days“. Gibt es eine Hintergrundgeschichte dazu?
Dirk: Die inhaltliche Idee zu „My Darkest Days“ kam von mir. Ich hatte in meinem Leben eine Zeit, in der es mir nicht gut ging. Durch diese Zeit hat mir ein sehr lieber und naher Mensch hindurch geholfen. Der Song zeigt auf der einen Seite die Wucht und Intensität der Dunkelheit, mündet in den Refrain aber in einer Danksagung an die Menschen, die einem zur Seite stehen und durch diese Zeiten hindurch helfen.

O: Was wären eure „Darkest Days“?
France: Meine dunkelsten Tage sind die, bei denen ich mich selbst überhaupt nicht stark fühle und manchmal auch denke, nicht gut genug zu sein.
Dirk: Die dunkelsten Tage habe ich, so hoffe ich, hinter mir gelassen. Neben existenziellen/familiären Dingen wäre es für mich sehr einschneidend, wenn ich meine Kreativität nicht mehr in Musik übersetzen könnte.

O: Was bringt euch in solchen Tagen wieder Licht und Hoffnung?
France: In die Natur gehen, sich über seine Sorgen mit Freunden und Familie auszutauschen, aber auch durch künstlerische oder musikalische Projekte seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Dirk: Wenn ich mich nicht gut fühle, dann kann ich mich in der Kreativität immer ganz schnell wieder fangen. Ich mache mir in solchen Momenten immer klar, dass die Situation, die mich gerade herausfordert, im Vergleich zu Lebenssituationen vieler anderer Menschen, dann doch eher harmlos und gut lösbar ist. Was ich im Leben gelernt habe ist, dass sich mit etwas Geduld die meisten Dinge von selbst regeln, bzw. öffnet sich ein neuer Weg, wenn man den Fokus anders setzt. Allerdings ist das mit der Geduld bei mir so eine schwierige Sache. (zwinkert) 

O: Die EP endet rund mit „Oceans Embrace“. Der Song wirkt besonders dramatisch. Wie ist er entstanden?
France: Wir alle aus der Band sind absolut fasziniert vom Meer und sind auch gern am Wasser. Dort fühlt man sich frei, erleichtert und angekommen. Dieses Gefühl wohnt uns allen inne und wir wollten es in einem Song einfangen. Praktischerweise haben wir auch unser Musikvideo zu „Oceans Embrace“ am Meer gedreht, was uns dabei geholfen hat, dieses Gefühl in unserem Song zu verwirklichen.
Dirk: Ich habe das Instrumental zum Song tatsächlich im Urlaub an der Ostsee geschrieben. Die Atmosphäre dort hat mich zu diesem weiten, sphärischen Sound inspiriert. Als wir uns im Studio dann an die Vocals gesetzt haben, ist die Idee entstanden, mit dem Text einen Moment der absoluten Zufriedenheit und Harmonie zu beschreiben. Kein Anfang und kein Ende, kein Gut und kein Böse, einfach die Perfektion des Moments. Wo geht das besser als am Meer?

O: Der Titel „Path I – Rising“ impliziert, dass es vielleicht auch einen weiteren „Path“ geben könnte? Wie sehen eure unmittelbaren Zukunftspläne aus?
Dirk: Ja, wie in der Eingangsfrage schon erwähnt, wollen wir über ein klassisches Album hinausdenken. „PATH I – Rising“ ist der erste Teil einer EP-Trilogie mit jeweils vier Songs. „PATH II“ ist bereits in Produktion und wird im Herbst erscheinen. „PATH III“ ist dann für das Frühjahr 2027 geplant. Die „PATH“-Trilogie, so unser Traum, werden wir dann als Vinyl Album zu einem Gesamtwerk zusammenfassen.

Claudia Zinn-Zinnenburg

Line-up:
France – Gesang
Sven – Gitarre
Dirk – Bass, Produktion
Josch – Schlagzeug

Sieh Dir das Video zu „Oceans Embrace“ an:

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