ZIO im Interview (2/2)

Zio

Aus Tessenderlo in der belgischen Provinz Limburg stammt ZIO – eine Band, die Dark Wave, New Wave und Alternative Rock mit einer modernen, atmosphärischen Handschrift verbindet. Ihr Debütalbum „In the Shadow“ wirkt wie ein Soundtrack für die dunkleren Seiten des Herbstes: melancholisch, intensiv und voller Emotion. Lies hier den zweiten Teil unseres Interviews. Du hast den ersten verpasst? Kein Problem, Du kannst ihn hier nachlesen.

Die Geschichten

Besonders ans Herz gewachsen ist ihm „In the Dark“. „Es ist ein wunderbares Gefühl zu erleben, dass dieser Song Menschen erreicht – über Playlists, Radio und Konzerte.“ Gleichzeitig verspricht er, dass das komplette Album noch einige unerwartete Momente bereithält. Am meisten gefordert hat ihn dagegen „Fades Away“. Wochenlang arbeitete er an den ungewöhnlich tiefen Gesangsparts. „Aufgeben gibt es in meinem Wörterbuch nicht.“ Gerade deshalb sei dieser Titel heute einer der persönlichsten auf dem Album.

Echtheit vor Perfektion

Für ZIO ist Dark Wave nie verschwunden. „Die Szene war immer da.“ Verändert habe sich vor allem die Art, wie sich Fans und Musiker begegnen. Über soziale Medien entstehen heute Verbindungen, die früher kaum möglich gewesen wären. Besonders Deutschland beschreibt Barbarotta als einen Ort, an dem die Szene lebendig ist und alternative Musik ein treues Publikum findet. Auch beim Thema Künstliche Intelligenz bleibt seine Haltung bodenständig. „Nichts ersetzt das Gefühl, wenn echte Musiker gemeinsam in einem Raum einen Song entstehen lassen.“ Für ZIO steht genau diese menschliche Energie im Mittelpunkt. Sie leben nicht von Effekten, es ist die Atmosphäre und die Leidenschaft.

Jan Schütz (Meersein)

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