So war es bei DIMMU BORGIR & BEHEMOTH

„In League with Satan Tour 2026“
Support: Dark Funeral
10. Oktober 2026 Sparkassen Arena Zwickau

Im Bund mit Satan?

Unter dem Tourmotto „In League with Satan“ kündigten Dimmu Borgir und Behemoth Ende letzten Jahres eine gemeinsame Co-Headliner-Tour für den Herbst 2026 an. Die schwedischen Black-Metaller von Dark Funeral vervollständigten als Supportact dieses Paket, das eine Vollbedienung in Sachen Extreme Metal versprach. Entsprechend groß war die Vorfreude der Black- und Extreme-Metal-Fans – auch in Zwickau. Bereits eine Stunde bevor sich die Tore öffneten versammelte sich eine größere Gruppe von Anhängern düsterer, harter Klänge vor den Türen der Sparkassen-Arena, um dem Konzertabend entgegenzufiebern. Etwas Geduld war dann noch vonnöten, da sich der Einlass leicht verzögerte und insgesamt etwas zäh verlief. Glücklicherweise war die Halle um 19:00 Uhr doch schon sehr gut gefüllt, als Dark Funeral die Bühne betraten und den Auftakt für einen genialen Konzertabend bildeten.

Große Halle und Black Metal, funktioniert das? Ja!

Mit dem für Black-Metal-Bands typischen Corpsepaint betraten Dark Funeral die Bühne und nutzten ihre kurze Spielzeit von 30 Minuten für eine solide Show, die vom Publikum dankend aufgenommen und gefeiert wurde. Trotz der Größe der Halle übertrug sich die Düsternis der Show problemlos auf die Fans. Für viele war der Gig viel zu schnell vorbei, aber die Fans waren bestens auf die kommenden Bands eingestimmt. Ein Vorhang verhüllte während der ersten Umbaupause des Abends die Bühne.

Schwarze Messe als perfekte Show

Es wurde dunkel in der Halle und das Intro ertönte. Auf das die Bühne verhüllende Tuch wurden atmosphärische Videos projiziert, die schließlich im „The Shit of God“-Logo gipfeln. Zu den ersten Klängen von „Daimonos“ fiel der Vorhang, und die Hölle brach los. Unter begeistertem Jubel starteten Behemoth mit dynamischem Stageacting ihre perfekt inszenierte Show. Der imposante Bühnenaufbau mit seitlichen Aufbauten neben dem Schlagzeugpodest bot den Musikern viel Bewegungsspielraum, den sie während der Show auch ausnutzen.

Ein Behemoth-Konzert ist immer wie die perfekte Inszenierung einer schwarzen Messe. Eine atmosphärische Lichtshow, brennende Traversen, Feuer- und Nebelfontänen sowie wechselnde Bühnenoutfits von Sänger und Gitarrist Nergal untermalten den extremen Sound der Band auf beeindruckende Weise. Nach „Blow Your Trumpets Gabriel“ verhüllte plötzlich wieder ein Vorhang die Bühne. Als er den Blick auf die Bühne wieder freigab, sah man Nergal mit zwei Flammenwerfern in den Händen auf einem hohen Podest in der Mitte der Bühne stehen und den Song „I, Sculptor“ performen. Was optisch wie musikalisch ein Highlight des Konzerts darstellte. Mit intensiver Bühnenpräsenz und perfekter musikalischer Präzision lieferten Behemoth in der zweiten Hälfte ihres Sets ein unvergessliches Konzert, das mit „O Father O Satan O Sun!“ seinen Abschluss fand.

Dimmu Borgir setzten noch einen drauf

Das Publikum war umso gespannter auf die Show von Dimmu Borgir, denn das bisher Erlebte war ja bereits beeindruckend. Es sollte nicht enttäuscht werden – so viel sei schon einmal verraten. Nach einer etwas längeren Umbauphase fiel kurz nach 22:00 Uhr zum letzten Mal der Vorhang und Dimmu Borgir starteten mit „Ulvgjeld & Blodsodel“ in ihr Set. Musikalisch ging es, zur großen Freude der Fans, auf eine Reise durch fast die gesamte Diskografie der Band. Das stimmige Bühnenbild bildete den perfekten Rahmen für die eindrucksvolle Show. Die perfekt abgestimmte Lightshow und die zahlreichen, aber wohldosierten Feuereffekte runden das Gesamterlebnis ab. Das Publikum feierte jeden einzelnen Song, und auch der Band war ihre Spielfreude anzumerken. Selbst ein kurzer technischer Aussetzer bei „As Seen in the Unseen“ brachte Dimmu Borgir nicht aus dem Konzept. Der Song wurde einfach nach einigen Sekunden Stille von vorne begonnen. Ein weiteres Highlight des Abends war das Venom-Cover von „In League with Satan“, zu dem Nergal auf die Bühne kam, um es gemeinsam mit Shagrath zu singen. Mit „Puritania“, „Gateways“ und „Progenies of the Great Apocalypse“ waren auch Songs vertreten, die ganz oben auf der Favoritenliste vieler Fans standen. Der abwechslungsreiche Sound von Dimmu Borgir heizte die Stimmung in der Sparkassen-Arena noch einmal richtig an und so war dieses Konzerterlebnis viel zu schnell zu Ende und die glücklichen Konzertbesucher strömten mit vielen bleibenden Erinnerungen in die kühle Herbstnacht.

Wiederholung? Gerne!

Die Sparkassen-Arena Zwickau war zwar nicht ausverkauft, aber sehr gut gefüllt. An diesem Abend konnten drei Bands mit ihren eigenen Spielweisen des Extreme Metal überzeugen. Dark Funeral brachten die Meute in Stimmung für die beiden fulminanten Shows der Headliner Behemoth und Dimmu Borgir. Das darf gerne wiederholt werden!

Text & Fotos Stefan Otto, KracPhschwarz

Setlist Dimmu Borgir
• „Ulvgjeld & Blodsodel“ • „Mourning Palace“ • „Kings of the Carnival Creation“ • „Council of Wolves and Snakes“ • „As Seen in the Unseen“ • „Ascent“ • „Stormblåst“ • „Reptile“ • „The Insight and the Catharsis“ • „The Serpentine Offering“ • „Puritania“ • „Gateways“ • „In League With Satan“ (Venom-Cover, mit Nergal) • „Progenies of the Great Apocalypse“

Setlist Behemoth:
• „Daimonos“ • „Ora Pro Nobis Lucifer“ • „Thy Becoming Eternal“ • „The Shit ov God“ • „Conquer All“ • „Blow Your Trumpets Gabriel“ • „I, Scvlptor“ • „Ov Fire and the Void“ • „To Drown the Svn in Wine“ • „Bartzabel“ • „The Shadow Elite“ • „Chant for Eschaton 2000“ • „Father O Satan O Sun!“

Setlist Dark Funeral:
• „Unchain My Soul“ • „The Arrival of Satan’s Empire“ • „The Secrets of the Black Arts“ • „Let the Devil in“ • „Where Shadows Forever Reign“

Höre Dimmu Borgir und Behemoth in unserer „Dark Metal“-Playlist auf Spotify:

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