BAEL BLACKWOOD im Interview (2/2)

Bael Blackwood

Bael Blackwood ist sowohl der Name der Sängerin, Produzentin und Multiinstrumentalistin hinter den Klängen als auch der Name des 2024 gegründeten Projekts. Woran Blut klebt, und wo Zufälle zuschlugen, verrät der zweite Teil unseres Eintauchens in die neueste Bael-Blackwood-Single „Aschemeer“. Teil 1 verpasst? Kein Problem, hier kannst Du ihn nachlesen.

Lüge & Leerschöpfen

In Stücken wie „Blind vor Wut“ und „Religion“ finden sich teils ähnliche Motive. „Meiner Erfahrung nach entstehen Hass und Wut hauptsächlich, weil Menschen es nicht besser wissen. Viele haben einfach nur Angst, verstehen gewisse Zusammenhänge nicht, lassen sich von Lügnern und Hetzern verführen. Eine anfängliche Wut wird irgendwann zu einem brennenden Hass. Und dieser Hass führt unweigerlich zur Zerstörung.“ Aufklärung, Verständnis und Respekt können entgegenwirken. „Es wird immer Hetzer geben und andere Gestalten, die alles verbrennen wollen. Sie schlafen niemals. Umso wichtiger ist es, dass all jene, die etwas entgegenzusetzen haben, auch nicht ruhen dürfen.“ Beten und Hoffen bieten im Songtext keine Hilfe, das „alleine bringt niemandem eine Perspektive. Tatendrang, wie das bildliche Leerschöpfen eines Meeres von Asche, können andere dazu inspirieren mitzumachen und die Zerstörung ein Stück weit zu beseitigen, um wieder Platz für Neues zu machen.“ Im Song gelingt dies nicht, „aber für unsere Welt wünsche ich mir, dass die Menschen irgendwann wieder aufwachen und verstehen, dass Hass und Zerstörung niemals die Antwort sein kann.“

Allgegenwärtige Apokalypse?

Den Gastgesang auf der Singleversion „Aschemeer (feat. Halber Sohn)“ trug Kevin Spiegel bei. „Es war eigentlich ein witziger Zufall …“ Zunächst sprach Kevin ein Featuring an und stellte seinen Song „Asche und Staub“ vor, der „ebenfalls apokalyptisch ist“. „Aschemeer“ war zu diesem Zeitpunkt schon in Arbeit. „Wir hatten keine Ahnung, dass wir beide dasselbe Thema bedienen und sogar im Titel Ähnlichkeiten vorhanden sind. Daraufhin habe ich ihm reflexartig angeboten, auch bei meinem Song einen Gastauftritt hinzulegen.“ Auf der Albumversion von „Aschemeer“ wird nur Bael Blackwoods Stimme erklingen. Das bevorstehende zweite Album wird seinem bisherigen Arbeitstitel („Dunkelheit“) wohl noch entwachsen, sicher ist, es wird: „authentisch, abwechslungsreich, überraschend“.

Martina Wutscher

Höre die Single „Dunkelheit“ auf Spotify:

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