BAEL BLACKWOOD im Interview (1/2)

Bael Blackwood ist sowohl der Name der Sängerin, Produzentin und Multiinstrumentalistin hinter den Klängen als auch der Name des 2024 gegründeten Projekts. Woran Blut klebt, und wo Zufälle zuschlugen, verrät dieses Eintauchen in die aktuelle Bael-Blackwood-Single „Aschemeer“.
Zerstörung & Befreiung?
„Der finale Anstoß, dass ich hier die sinnlose Zerstörung thematisiere, war eigentlich ganz zufällig“, resümiert Bael Blackwood. Politisches Klima, Angst und Flucht vor Krieg und Zerstörung werden unter anderem angesprochen: „Ich wollte zunächst einen rein okkulten Fantasytext nehmen, habe mir dann aber aus meiner künstlerischen Verantwortung heraus gedacht, dass das Kommentieren des aktuellen Weltgeschehens der letzten Jahre deutlich besser in die Herzen der Menschen dringt …“ Auch die sozialen Medien finden Erwähnung als „Werkzeug, das die Leute zunehmend verängstigt und welches genutzt wird, um immer heftiger Hass zu schüren. Die Vielzahl gehässiger Kommentare auf unterschiedlichsten Social-Media-Plattformen verdeutlicht, welches enorme Potenzial an Wut und Hass im Durchschnittsbürger existiert.“ Potenzial im Positiven findet sich im Bereich künstlerischen und musikalischen Könnens: Das Stück zeugt auch von der steten Weiterentwicklung des Projekts. „Das war mein erster Song, bei dem ich als Produzentin und Multiinstrumentalistin wirklich jede Instrumentalspur selbst aufgenommen und/oder einprogrammiert habe.“ Stellenweise zwar etwas stressiger, steht aber für Bael im Vordergrund: „Alles im Alleingang zu machen fühlt sich extrem befreiend an.“
Glanz statt Grau?
Die Farbgebung des Coverartworks sticht hervor: „Rot ist eine leidenschaftliche Farbe und steht hier für den Hass. Der Hass färbt sogar die Asche rot, da in der Welt von ‚Aschemeer‘ der Hass über alles gesiegt hat und so Stück für Stück das Meer aus Asche weiter gefüllt wird.“ Außerdem gibt es „den Hintergedanken, dass neben der Asche auch noch etwas Blut an der Hand klebt, welche die Asche streut. Damit es nicht zu grafisch wird, habe ich mich für den tiefroten Nagellack entschieden, der stellvertretend dafür steht.“
Das Interview wird in Kürze fortgesetzt.
Martina Wutscher
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