KING SATAN im Interview (1/2)

Die Finnen von King Satan mixen auch auf ihrem neuen Werk „Black Magick Abraxas“ EBM, Industrial Metal und Groove-Elemente zu einem wilden Gebräu. Bandboss King Aleister Satan philosophiert über Gut und Böse.
Schwarze Magie?
Der Titel „Black Magick Abraxas“ sagt erst einmal alles und gar nichts. Da benötigen wir die Interpretationshilfe von King Aleister Satan. „Symbolisch gesehen entsteht Schöpfung durch Zerstörung, oder: Die Dunkelheit bündelt das Licht. ‚Abraxas‘ ist ein mystisches und uraltes Wort, das im Laufe der Geschichte auf vielfältige Weise interpretiert wurde. Wir konzentrieren uns auf die Deutung, bei der Gott und Teufel zu einem einzigen Wesen vereint sind. ‚Black Magick‘, also ‚schwarze Magie‘, wird oft als verbotene Form des Okkultismus angesehen, die Menschen angeblich von der Wahrheit und der Erleuchtung abbringt. Wir teilen diese Ansicht nicht und konzentrieren uns auf eine andere Sichtweise, nach der schwarze Magie und damit verbundene Dinge auch eine erhebende und fortschrittliche Wirkung haben können, die notwendig ist, um ‚die ganze Wahrheit‘ zu erkennen.“
Fünf seltsame Personen
Wie bereits erwähnt, ist die Musik ein wilder Mix aus unterschiedlichen Genres. In dieser Hinsicht schränken sich King Satan nicht ein. „Niemand sollte sich in seiner Kreativität einschränken. Ganz einfach gesagt wollen wir Musik machen, die wir selbst gerne hören und die es anderswo nicht gibt. Aber es muss auch eine Art von Musik sein, die wir gerne live spielen. Wenn man fünf seltsame Personen mit vielseitigem Musikgeschmack und vielfältigen Fähigkeiten zusammenbringt, denen außerdem alle Konventionen egal sind, dann erhält man King Satan.“ Was auch auf dem Albumcover ziemlich gut zur Geltung kommt. Es passt zur schrägen Musik. „Es wurde vom surrealistischen und symbolistischen Maler M. T. Salminen speziell für diesen Zweck gemalt. Das Kunstwerk ist eine visuelle Darstellung des Albums, es ist sozusagen das malerische Äquivalent eines symbolischen Gedichts und umfasst verschiedene Aspekte des Albumthemas, das ich in der ersten Frage kurz erläutert habe. Das Erreichen von ‚Abraxas‘ durch die Verbindung der polaren Gegensätze, jedoch mit dem Fokus auf all das Verbotene und Dunkle. ‚Abraxas‘ könnte in diesem Zusammenhang fast ein Synonym für das Wort ‚Katharsis‘ sein. Letztendlich ist alles symbolisch. Und wer die Symbolik versteht, versteht die menschliche Realität.“
Wir setzen unser Interview in Kürze fort.
Marc Halupczok
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