MADAME MINOR im Interview (1/2)

Zwischen den Straßen Zürichs und den schattigen Klangwelten aus Elektropop, Trip-Hop und Singer-Songwriter-Elementen hat Madame Minor ihre eigene Nische geschaffen. Wir sprechen in unserem zweiteiligen Interview mit der Künstlerin über die aktuelle Single „Ghosting“.
Im Schatten der Gefühle
Zwischen Zürich und den dunklen Klangfarben von Synthpop, Trip-Hop und Dark Wave hat sich Simone Meier mit ihrem Soloprojekt Madame Minor eine eigene musikalische Welt geschaffen. Die Musikerin, Sängerin und Produzentin setzt dabei bewusst auf Melancholie – und auf die Kunst, große Gefühle mit einem Augenzwinkern zu betrachten.
Melancholie mit Ironie
Schon der Name verrät viel über ihre musikalische Identität. „Der Name besteht aus der französischen Madame und dem englisch ausgesprochenen Minor und spielt auf die ausschließlich in Moll-Tonart komponierte Musik an“, erklärt Meier. Traurige Songs hätten sie schon als Kind stärker berührt als fröhliche. „Unter dem Namen kann ich meine Vorliebe für Melancholie und meinen Hang zum Überdramatisieren ausleben. Gleichzeitig steckt darin immer auch eine Portion Ironie.“ Diese Ambivalenz prägt auch die neue Single „Ghosting“. Statt geradliniger Geschichten interessieren sie „Widersprüche, Reibungen und unerwartete Wendungen“. Ihre Texte seien eher „Momentaufnahmen aus einem Gedankenkarussell“ als klassische Erzählungen.
Jan Schütz
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