MONDTRÄUME im Interview

Spielend leicht fällt es, das dritte Album von Mondträume „Mind Games“ – das am 26. Juni 2026 erscheint – zu genießen, aber nicht jedes Spiel ist fair …
Emotionale Reise
„Rund um den konstanten Kampf zwischen dem, was wir fühlen und dem, was wir denken“, dreht sich das Album, wie Pikotto resümiert. „Jeder Song repräsentiert einen kleinen inneren Konflikt: Wunsch vs. Furcht, Erinnerung vs. Realität, Hoffnung vs. Selbstzerstörung.“ Das Album nimmt sich Raum, all diese Schichten ehrlich zu erkunden. Der Titel steht für Nicky für „ein Gedankenspiel.“ Das Leben „ist von zahlreichen Widersprüchen gekennzeichnet, und oft fragt man sich, was wäre, wenn…? Wäre es besser gewesen, ich hätte es anders gemacht?“ Orientierung kann aus Kunst kommen. Identität und Selbsterkenntnis sind auch wiederkehrende Themen auf „Mind Games“, und Pikotto reflektiert dies etwa in Hinblick auf das Musikmachen: „Es zwingt dich, wirklich dir selbst zuzuhören.“ Für ihn ist das eines der größten Geschenke der Musik: „Sie erlaubt einem nicht nur auszudrücken, wer man ist, sondern hilft auch zu entdecken, wer man werden kann.“
Lebendig & nicht alleine
Wenn es in „Still Alive“ heißt, „it’s like a game“, geht es um ein psychologisches Spiel, „wo sich die Regeln verändern, wo man manchmal Klarheit gewinnt und manchmal noch weiter verloren geht“, verdeutlicht Pikotto. Es spiegelt modernes Gefühlsleben: „intensiv, widersprüchlich, süchtig machend und manchmal sogar grausam. Genau das erkundet das Album: wie der Geist gleichzeitig sowohl Refugium als auch Gefängnis sein kann.“ Auch Nicky spricht in Zusammenhang mit „Still Alive“ von Versuchen zu entkommen. „Das Auf und Ab ist es aber genau genommen, was uns am Leben hält, denn es gibt schließlich immer einen neuen Tag.“ Pikotto ist es ein bewusstes Ziel, dass Musik auch Trost, Kraft und Verständnis anbietet.
Würdige Stimmen!
Nachdem sich die Wege zwischen dem sehr geschätzten Vokalisten Damasius Venys (Mental Exile, Future Lied to Us) und Mondträume getrennt hatten, richtete Pikotto seine Aufmerksamkeit auf Kollaborationen, was sich als vielfältig bereichernd erwies: Beispielsweise verdeutlichte der gesamte Prozess einmal mehr, „dass es bei Musik nicht nur darum geht, Songs zu machen, sondern auch darum, eine Verbindung mit Menschen zu haben und Erfahrungen zu teilen.“ Mit Nicky wurde menschlich wie musikalisch die ideale Besetzung gefunden. „Mind Games“ ist das erste Album mit dem neuen Sänger.
Martina Wutscher
Line-up:
Pikotto (Jose Ignacio Castaño Marquinez) – Keyboards, Synthesizer
Nicky Schulschenk – Gesang, Lyrics
Sieh Dir das Video zu „Day after Day“ feat. Madil Hardis an:
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