DIAF im Interview (2/2)

Zwischen bayerischem Hinterland und leuchtenden Neonwelten hat DIAF mit „AURA“ einen ganz eigenen Kosmos geschaffen. Monumentaler Synth-Pop trifft auf bairischen Dialekt, Melancholie und Momente voller Licht. Warum dieses Album für ihn weniger ein Werk als vielmehr ein Zustand ist, erzählt DIAF in unserem zweiteiligen Interview. Den ersten Teil kannst Du hier nachlesen.

Tränen im Studio

Am meisten bewegt hat ihn der Schlusstitel „Über der Zeit“. „Ich habe ihn angemacht, sofort Gänsehaut bekommen und saß wieder mit Tränen im Studio.“ Erst als der Song genauso klang wie die Version in seinem Inneren, war die Arbeit abgeschlossen. Zur Debatte um Künstliche Intelligenz bleibt DIAF gelassen. Nicht die Technologie sei das Problem, sondern Beliebigkeit. „Die künstlerische Entscheidung kann sie dir nicht abnehmen. Sonst wäre es am Ende technisch einwandfreie Arbeit, aber kein lebendiges Werk.“

Wenn der Raum mitsingt

Und live? Da denkt er sofort an Arnstadt. „Ein Bayer in Thüringen, übertönt von einem ganzen Raum, der auf Bairisch singt.“ Für einen Moment verschwand die Grenze zwischen Bühne und Publikum – genau jener Zustand, den „AURA“ hörbar macht.

Jan Schütz (Meersein)

Mehr über DIAF erfährst Du auch in unserer Oktober/November-Ausgabe:

Orkus! 0926

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