STORMKEEP im Interview (1/2)

Wir sprechen mit Otheyn Vermithrax in zwei Teilen über das zweite Album „The Nocturnes of Iswylm“, mit welchem Stormkeep uns in ihre eigene Fantasywelt führen.
Orkus: Wie seid ihr beim Erschaffen dieser Welt vorgegangen und was hat euch dabei inspiriert?
Otheyn Vermithrax: Die Welt von Elda hat sich im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt und ist gewachsen. Schon seit der ersten EP „Galdrum“ war es mir sehr wichtig, alle Texte und Absichten innerhalb einer einzigen Welt anzusiedeln. Diese Welt hat sich mir während des Schreibprozesses offenbart. So wurde schnell klar, dass alle Veröffentlichungen von Stormkeep an diesem anderen Ort spielen würden – einem Ort, an dem Magie, Legenden und Mythen weiterleben. Es ist schwer zu erklären, woher sie stammt. Ich glaube lediglich, dass sie die ganze Zeit unter unserer Welt geschlummert hat, bis ich sie schließlich entdeckt habe.
O: Wie bist du auf den Namen Iswylm gekommen?
OV: In gewisser Weise lässt sich der Name mit „Eiswelt“ übersetzen. Viele der Namen aus Elda leiten sich von ausgestorbenen Sprachen ab.
O: Warum hast du dich letztlich für „The Nocturnes of Iswylm“ als Albumtitel entschieden?
OV: Es gab einige andere Ideen, die im Raum standen, aber keine davon fühlte sich wirklich interessant oder aufregend an. Oft kann man die richtige Idee nicht erzwingen – sie muss ganz natürlich entstehen. „Nocturnes“, also Nachtgesänge, schien sehr gut zu den Themen des Albums zu passen. Außerdem ist Iswylm der Ort, an dem die Drachenkönigin viele Zeitalter lang geschlafen und ihre Burg errichtet hat. Auch die Nathaarianer leben am vollkommensten in den eisigen Ödlanden dieser Insel.
O: Das Album beginnt äußerst kraftvoll mit „The Taste of Immortal Blood“. Gibt es eine Geschichte hinter diesem Song?
OV: Das war das erste Musikstück, das für das Album entstand. Davor gab es bereits einige Ideen und Songs, die sich aber nicht so anfühlten, als würden sie die Band in eine neue Richtung führen. Als „The Taste of Immortal Blood“ schließlich Gestalt annahm, gab es dem Rest des Albums die Richtung vor.
O: Gibt es ein zentrales Thema oder einen roten Faden, der sich durch „The Nocturnes of Iswylm“ zieht?
OV: Ich würde sagen, dass sich „Nocturnes“ im Kern mit dem Verhältnis der Menschheit zu Konsum, Sexualität, Natur und unserer eigenen Sterblichkeit beschäftigt. Wie man so schön sagt: Am Ende läuft alles auf „Sex und Tod“ hinaus. Dabei nutzen wir die Welt von Elda, um die Geschichte eines Mannes – des Sehers – zu erzählen, der versucht, die Fehler seiner Vergangenheit wiedergutzumachen. Durch das Konzept des Vampirismus als Metapher lassen sich diese Ideen auf einer tieferen Ebene erforschen.
Claudia Zinn-Zinnenburg
Wir setzen in Kürze unser Gespräch fort
Line-up:
Otheyn Vermithrax – Gesang, Gitarre, Keyboard, Schlagzeug
Apokteino – Gitarre
Nebula Husk – Bass
Lord Dahthar – Keyboards
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