So war es bei WHITE LIES

09. Februar 2026, München, Muffathalle
20. Februar 2026, Hamburg, Große Freiheit 36 (Photos)
Support: She’s in Parties (Hamburg)
Aus der Stille ertönte das schrille Intro von „I Don’t Wanna Go to Mars“ und die Bühne wurde in ein farblich passendes tiefes Rot gehüllt. Die hinter jedem der vier Engländer platzierten, etwa drei Meter hohen rechteckigen Leuchtelemente ließen den Saal bei jedem Song in einer anderen, zum jeweiligen Album des Songs passenden Farbe erstrahlen. Seit etwa einer Stunde brachten White Lies aus London die restlos ausverkaufte Muffathalle zum Kochen. – Ein klarer Kontrast zu den winterlichen Temperaturen in München.
Den ersten Aufheizer des Abends boten in Hamburg She’s in Parties. Die Briten, die bei etwa einem Drittel der Tour den Support übernehmen, setzten den Ton mit ihrer ebenfalls synthielastigen, träumerischen Rock hervorragend und zogen so früh die bereits zahlreich Versammelten in ihren Bann. Die sphärischen, leichten Melodien lieferten den idealen Soundtrack um sich ein wenig aus dem Alltag zu träumen. So wurde das Warten auf White Lies bestens überbrückt. Diese nahmen die Fans – mit ihrer Setlist auf eine Reise durch ihre musikalische Vergangenheit bis in die Gegenwart – in Form ihres jüngst erschienen Albums „Night Light“ – mit. Dieses war mit sechs Songs am häufigsten vertreten und reihte sich bestens in die Klassiker wie „Farewell to the Fareground“ und „There Goes Our Love Again“ ein.
Die teils zurückhaltend oder auch futuristisch klingenden Synthesizer-Melodien von Tommy Bowen, der die Band live unterstützte, und der treibende, fast schon stoische Bass von Charles Cave sorgten für die emotionale Tiefe, die es Sänger und Gitarrist Harry McVeigh erlaubte, sich immer wieder in seine Gitarrensoli hineinzusteigern. Zwischen den Liedern nahm dieser sich zudem immer wieder einen Moment, um sich mit etwas britischem Humor zu wundern, wo denn die vergangenen 17 Jahre seit der Veröffentlichung des Debütalbums „To Lose My Life“ hin seien und sich beim Publikum für die anhaltende Treue zu bedanken. Diese Dankbarkeit ließ er auch voll in seinem Gesang aufgehen und er nutzte die gesamte Bandbreite seiner stimmlichen Fähigkeiten, sei es ein fast gesprochenes, gehauchtes Vortragen des Album-namengebenden „Night Light“ oder etwas mehr Tempo wie es „The Price of Love“ von ihm forderte. Nachdem es mit „In the Middle noch einmal Neues auf die Ohren gab, verabschiedeten sich die Vier und entließen ihre Gefolgschaft in die Lichter der Nacht.
Text: Michael Schille
Photos: Thomas Friedel Fuhrmann
Setlist:
„All the Best“ • „Farewell to the Fareground“ • „There Goes Our Love Again“ • „Hurt My Heart“ • „My Lover“ • „Don’t Want to Feel It All“ • „Is My Love Enough“ • „Keep Up“ • „Tokyo“ • „Time to Give“ • „Juice“ • „The Price of Love“ • „I Don’t Want to Go to Mars“ • „Big TV“ • „To Lose My Life“ • „Bigger Than Us“ ••• „Night Light“ • „Death“ • „In the Middle“
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