THE CALM GREY im Interview (1/2)

Photo: Britta Rappsilber

In unserem zweiteiligen Interview sprechen wir mit The Calm Grey über „In Between Sadness“.

Zwischen Post-Punk und persönlicher Trauer

Aus Nordrhein-Westfalen, mit Wurzeln zwischen Essen, Herne und Bielefeld, formt das Post-Punk- und Dark-Wave-Duo The Calm Grey seine ganz eigene Mischung aus Melancholie, Energie und Hoffnung. Sänger Rio Black und Instrumentalist Mirco Rappsilber legen mit „In Between Sadness“ ein Album vor, das tief aus persönlichem Verlust und echter emotionaler Erschütterung entstanden ist. „Diese Songs mussten zusammen auf eine Platte“, sagt Rio. Mirco verlor innerhalb weniger Monate seine Eltern und später auch seine Schwiegereltern. „Aus einem absoluten Glücksgefühl wurde ich in totale Trauer gestoßen“, beschreibt er die Zeit, in der sich alles veränderte.

Musik als Verarbeitung

Nach dem Verlust schien für Mirco zunächst nichts mehr möglich. „Ich dachte wirklich, ich könnte vielleicht nie wieder Musik machen.“ Die Zeile aus „The Last Year“ – „No sound, no music, no sound“ – spiegelt die Angst und den dahintersteckenden Schmerz wider. Erst Wochen später setzte ein kreativer Befreiungsschlag ein: „Auf einmal machte es ‚klick‘.“ Auch für Rio wurde das Album zum Ventil. „Es war Trauer, Frust und Leere – der Anfang einer Verarbeitung.“ Besonders „The Last Year“ und „Leaving the Flat“ erzählen von Abschied, Sprachlosigkeit und dem Gefühl, plötzlich endgültig erwachsen zu sein.

Jan Schütz (Meersein)

Line-up:
Rio Black – Gesang
Mirco Rappsilber – Instrumente

Sieh Dir das Interview zu „These Grey Alleys“ an:

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