DYSTOPIAN X VISION: Industrial Metal aus Luxemburg
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Mit der Single „Have a Gray Day“ läutet Dystopian X Vision eine neue Ära ein. John – der Mann hinter dem Projekt – erzählt, dass es eine natürliche Entwicklung war: „Je mehr ich an neuem Material gearbeitet habe, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass die Musik die Emotionen und Realitäten widerspiegeln muss, die sie inspiriert haben. Es gibt derzeit so viel Frustration, Druck und Entfremdung in der Welt, und härtere Musik fühlte sich einfach wie die ehrlichste Art an, das auszudrücken. ‚Heartless‘ fühlte sich wie das Ende eines Kapitels an, aber gleichzeitig auch wie der Beginn eines neuen. Direkt danach folgte ‚Have a Gray Day‘. Der Sound ist härter, aggressiver und direkter, aber es ist immer noch unverkennbar Dystopian X Vision.“
Dem können wir nur zustimmen. Wie können wir uns die Entstehung des Songs vorstellen? „Alles begann eher mit einem Gefühl als mit irgendetwas anderem. Ich dachte darüber nach, wie viele Menschen – mich eingeschlossen – jeden Tag dieselben Routinen durchlaufen und dabei fast auf Autopilot funktionieren, während sie Stress, Zweifel oder Erschöpfung mit sich tragen, die niemand sonst wirklich wahrnimmt. Der Titel entstand ziemlich früh. ‚Have a Gray Day‘ klang gleichzeitig vertraut und seltsam. Wir sind daran gewöhnt, ‚Have a Great Day‘ zu hören, aber der Austausch eines einzigen Wortes verändert die gesamte Bedeutung. Als diese Idee einmal da war, fügte sich alles andere ganz natürlich zusammen. Die Musik, die Atmosphäre und die Texte entwickelten sich rund um dieses Konzept.“
Wie geht John mit diesem endlosen Kreislauf des Gefangenseins um? Kann man überhaupt aus dieser Tretmühle aussteigen? „Ich weiß nicht, ob man jemals vollständig daraus ausbrechen kann. Für mich hilft Musik. Songs zu schreiben ist eine Möglichkeit, Dinge zu verarbeiten und Emotionen zu verstehen, die sonst einfach in meinem Kopf feststecken würden. Ich denke auch, dass es wichtig ist zu erkennen, wenn man in einem solchen Kreislauf feststeckt. Sobald man sich dessen bewusst wird, kann man beginnen, kleine Veränderungen vorzunehmen, anstatt es einfach als normal zu akzeptieren. Letztendlich wird das Leben immer aus Routinen bestehen. Die Herausforderung besteht darin, nicht zuzulassen, dass diese Routinen vollständig bestimmen, wer man ist.“
Was steht als nächstes für Dystopian X Vision an? „Im Moment liegt mein Hauptfokus darauf, die erste Dystopian-X-Vision-EP fertigzustellen. Außerdem bin ich aktiv auf der Suche nach der vollständigen Live-Besetzung, denn ich möchte diese Songs unbedingt auf die Bühne bringen. Das Ziel ist, in Luxemburg zu starten und anschließend Schritt für Schritt nach Deutschland und in die weitere europäische Szene zu expandieren. Vor allem möchte ich mich auf natürliche Weise weiterentwickeln und weiterhin etwas aufbauen, das sich sowohl musikalisch als auch visuell ehrlich und bedeutungsvoll anfühlt.“
Höre den Song „Have a Gray Day“ auf Spotify:
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