HKSPK im Interview (1/2)

Was bedeutet Heimkehr, wenn entweder die Heimat, oder – vielleicht noch schlimmer – man sich selbst zu sehr verändert hat? Diese Frage stellen sich HKSPK auf dem neuen, passend betitelten Album „Heimkehr“. Sänger Jim Kalubba nahm sich die Veröffentlichung zum Anlass für ein Gespräch.

Wer kommt da eigentlich zurück?

Auch wenn sich die drei Brandenburger erst im Jahr 2023 zu HKSPK zusammengeschlossen haben, gibt es vor dem zweiten Langspieler doch schon einiges zu verarbeiten. So wandten sie sich einem der wohl ältesten und persönlichsten Themen zu – der „Heimkehr“. „Es klingt im ersten Moment tatsächlich ziemlich positiv. Man denkt an Ankommen, Zuhause und vielleicht sogar daran, dass nach einer langen Reise wieder alles gut ist. Bei uns ist es eher das Gegenteil“, warnt der Sänger vor der ausschließlich positiven Interpretation des Begriffs. „Um das zu erklären, muss man auf das Cover eingehen. Das Artwork von Steffen Schmolke zeigt eine in Bandagen gewickelte Gestalt, die sich über einen Tisch beugt und mit einer Feder auf ihre eigenen Verbände schreibt. Sie ist heimgekehrt, aber eben nicht heil.“ Für die Band ein Sinnbild, das stellvertretend für diverse eigene Rückschläge und Hindernisse der letzten Jahre, aber auch generell Geschichten des Lebens stehen soll. „Menschen kommen aus Kriegen, persönlichen Krisen oder anderen Schicksalsschlägen zurück, aber sie sind danach nicht mehr dieselben wie vorher. Körperlich kann man wieder zu Hause sein, während man gedanklich noch ganz woanders steckt.“

Michael Schille

Line-up:
Jim Kalubba – Gesang & Gitarre
Leon Sabiers – Gitarre
Arne Ising – Schlagzeug

Höre „Rot in Despair“:

Schon unseren Newsletter abonniert?

Wähle Deine Wunsch-CD als Abo-Prämie: