MAX ENIX im Interview (2/2)

Max Enix

Frankreich ist die Heimat von Max Enix, doch seine Inspiration kennt keine festen Grenzen. Heute lebt der Musiker in der Schweiz nahe Genf, verbringt Zeit in der Bretagne und sieht seine Zukunft auch in London. Für ihn sind Orte weit mehr als eine Kulisse. „Selbst ein einfacher See kann mich dazu bringen, ein ganzes Album zu erschaffen“, sagt er. Dieses Gefühl prägt sein neues Album „Beauty in Darkness“: Cinematic Progressive Metal, getragen von großen Emotionen und einer klaren künstlerischen Vision. Lies hier den zweiten Teil unseres Interviews. Du hast den ersten verpasst? Kein Problem, Du kannst ihn hier nachlesen.


Mehr als nur Technik

Max Enix ist nicht nur Sänger und Songwriter, sondern auch Art Director, Komponist und organisatorischer Kopf des Projekts. Er beschreibt diese Vielzahl an Aufgaben erstaunlich gelassen: „Das passiert ganz natürlich. Ich weiß einfach sehr genau, was ich am Ende hören möchte.“ Gleichzeitig gibt er offen zu, ein Perfektionist zu sein. Dieser Anspruch zieht sich durch jede Produktion. Auch auf die heutige Musikszene blickt er kritisch. Technische Virtuosität allein beeindruckt ihn nicht. Entscheidend seien „Vielfalt, Kreativität, pure Emotion und der Mut, die eigenen Grenzen zu überschreiten“. Deshalb nennt er Bands wie Pain of Salvation, Opeth, Tool oder Devin Townsend als Künstler, die ihn bis heute inspirieren.

Die eigentliche Botschaft

Trotz aller düsteren Bilder ist „Beauty in Darkness“ kein pessimistisches Album. Im Gegenteil. Auf die Frage, welches Gefühl die Hörer mitnehmen sollen, antwortet Max Enix ohne zu zögern: „Die Hoffnung auf eine bessere Welt voller Liebe – selbst inmitten der Dunkelheit.“ Genau darin liegt die besondere Stärke dieses Werks. Es verbindet progressive Härte mit cineastischer Atmosphäre und verliert dabei nie seine menschliche Seite. Statt bloßer Endzeitstimmung entsteht ein Album, das Mut machen will: den eigenen Weg zu gehen, Gefühle zuzulassen und selbst im Schatten noch Licht zu finden. Für Max Enix ist das keine Pose, es ist der Kern seiner gesamten musikalischen Reise.

Jan Schütz (Meersein)

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