NOUVELLE VAGUE im Interview (1/2)

Gegründet wurde Nouvelle Vague 2003 vom Produzenten DJ Marc Collin und Olivier Libaux (gest. 2021). Von Anfang an war das Projekt dazu konzipiert, Songs aus den Achtzigerjahren mit neuem Sound zu versehen. Wir sprechen in zwei Teilen mit Marc über das neue Album „A Date with Depeche Mode“, das am 30. Oktober 2026 erscheint.
Orkus: Wann hast du zum ersten Mal bewusst einen Song von Depeche Mode gehört, und welcher war es?
Marc Collin: Ich erinnere mich tatsächlich noch ziemlich gut. Es war „Just Can’t Get Enough“ im französischen Fernsehen, das Musikvideo. Ich habe damals mehr auf das Aussehen und die Frisuren der Band geachtet als auf die Musik! Ich dachte: „Oh, das ist Punk/New Wave – das gefällt mir.“ Ich war wahrscheinlich 13 oder 14 Jahre alt.
O: Was bedeutete Depeche Mode für dich, bevor du mit der Arbeit an diesem Album begonnen hast?
MC: Eine gigantische Band, die bis heute großartige Alben veröffentlicht. Sie waren sowohl musikalisch als auch in Bezug auf ihren Look und ihre Kleidung sehr innovativ. Und Martin Gore ist ein fantastischer Songwriter.
O: „A Date with Depeche Mode“ ist dein erstes Album, das sich vollständig dem Repertoire einer einzigen Band widmet. Warum fühlte sich Depeche Mode gerade zu diesem Zeitpunkt wie die richtige Wahl an?
MC: Als ich auf die Idee kam, ein Album ausschließlich mit Songs einer einzigen Band aufzunehmen, dachte ich zunächst an The Cure. Allerdings hatte ich bereits 2021 mit „Strange as Angels“ ein komplettes Album mit ihren Songs gemacht. Dann kamen The Clash, New Order und natürlich Depeche Mode infrage, denn sie haben einfach so viele großartige Songs.
O: Wie schwierig war es, die Songs auszuwählen?
MC: Ich versuche, nicht nur die großen Hits auszuwählen, sondern Songs aus der gesamten Diskografie zu berücksichtigen – vom ersten bis zum letzten Album.
O: Was ist der Vorteil daran, auf jedem Track eine andere Sängerin bzw. einen anderen Sänger zu haben? Und wonach entscheidest du, welche Stimme am besten zu einem Song passt?
MC: Ich habe zunächst eine bestimmte Vorstellung davon, welche Art von Gesang ich suche. Das kann zum Beispiel eine rockige oder eine sanfte Stimme sein. Dann erstelle ich eine Liste mit Sängerinnen und Sängern, mit denen ich gerne arbeiten würde, und kontaktiere sie.
O: Welche Interpretation hat dich selbst am meisten überrascht?
MC: Was Skye von Morcheeba mit „Personal Jesus“ gemacht hat, finde ich ziemlich einzigartig.
Claudia Zinn-Zinnenburg
Wir setzen unser Interview in Kürze fort.
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