MAX ENIX im Interview (1/2)

Frankreich ist die Heimat von Max Enix, doch seine Inspiration kennt keine festen Grenzen. Heute lebt der Musiker in der Schweiz nahe Genf, verbringt Zeit in der Bretagne und sieht seine Zukunft auch in London. Für ihn sind Orte weit mehr als eine Kulisse. „Selbst ein einfacher See kann mich dazu bringen, ein ganzes Album zu erschaffen“, sagt er. Dieses Gefühl prägt sein neues Album „Beauty in Darkness“: Cinematic Progressive Metal, getragen von großen Emotionen und einer klaren künstlerischen Vision. Lies hier unser zweiteiliges Interview.
Ein Album zwischen Dunkelheit und Hoffnung
Nach „Far from Home“ hätte vieles für eine Fortsetzung nach bekanntem Muster gesprochen. Stattdessen wollte Max Enix bewusst einen neuen Weg einschlagen. Das Herzstück des Albums ist der ständige Gegensatz zwischen Licht und Schatten. „Wir bewegen uns immer zwischen Dunkelheit und Licht“, erklärt er. Für den in der Schweiz lebenden Musiker ist das keine Fantasy-Geschichte, sondern ein Sinnbild für innere Entwicklung, Hoffnung und den Versuch, über festgefahrene Denkweisen hinauszuwachsen. Die neun Stücke wirken wie Szenen eines Films. Intro und Outro rahmen die Reise ein, während sich epische Kompositionen und kompaktere Songs gegenseitig ergänzen. Auch wenn jeder Song für sich allein stehen kann, entsteht ein Album, das man am besten von Anfang bis Ende erlebt.
Die Entscheidung gegen das Orchester
Viele Fans verbinden Max Enix mit den Aufnahmen des Budapest Symphony Orchestra. Dass diesmal kein echtes Orchester beteiligt ist, hatte einen einfachen Grund. „Es war in erster Linie eine finanzielle Entscheidung“, sagt er offen. Gleichzeitig betont er, dass diese Tür keineswegs geschlossen ist. Für spätere Film-, Serien- oder Videospielprojekte könne eine Zusammenarbeit jederzeit zurückkehren. Den orchestralen Charakter verliert „Beauty in Darkness“ trotzdem nicht. Verantwortlich dafür ist Thomas Kubler, den Max Enix als außergewöhnliches Talent beschreibt. „Er versteht sofort, was ich ausdrücken möchte, und hebt meine Kompositionen auf ein neues Niveau.“ Die beiden wollen ihre Zusammenarbeit auch auf den kommenden Projekten fortsetzen.
Gäste, die den Songs dienen
Mit Niklas Kvarforth, George Kollias, Simon Johansson, Leo Margarit und weiteren Musikern ist das Album hochkarätig besetzt. Trotzdem ging es Max Enix nie um große Namen. „Jeder Gast sollte der Musik dienen und nicht umgekehrt“, so seine Philosophie. Vor allem George Kollias verleiht den beiden härtesten Titeln eine enorme Wucht, während Kvarforth mit seiner markanten Stimme eine düstere, fast geisterhafte Atmosphäre schafft. Die Mischung aus Härte, orchestralen Farben und melodischen Pianopassagen sorgt dafür, dass jeder Song seine eigene Identität besitzt.
Jan Schütz (Meersein)
Wir setzen in Kürze das Interview fort!
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