Tan LeRacoon &Racoonery im Interview (2/2)

Photo: Katja Ruge

„We Didn’t Come Here Just to Be Nice“ – der Titel des neuen Albums von Tan LeRacoon &Racoonery ist Programm. Statt gefälliger Zurückhaltung setzt Tan auf Klartext, Reibung und unbequeme Fragen. Zwischen Gesellschaftskritik, tierischen Masken und biblischen Bildern geht es um Macht, Moral und die vielen Grauzonen zwischen Gut und Böse. All das in unserem zweiteiligen Interview. Den ersten Teil kannst Du hier nachlesen.

„On the day I claim his soul“

Hölle, Teufel und Dämonen stecken in mehreren Texten. „Die biblische Sprache reizt mich seit jeher, sie ist eine ausdrucks- und bildstarke Sprache und bildet die Grundlage für westliche Moralvorstellungen. Dadurch drängt sie sich mir nahezu auf als Spiegel der Gesellschaft, der Menschen.“ Tan zeigt einen äußerst differenzierten Blick auf Konzepte von „gut“ und „böse“ und spricht auch über Aspekte von Bigotterie und Dogmen. Dass das lyrische Ich in „Tomorrow Is a Long Day“ die eigene Seele behält, aber die des Teufels holt, ist „als Machtposse zu verstehen, wer ist denn eigentlich wer in diesem Verwechslungsspiel, dieser Tragik-Komödie namens Leben. Ist nicht alles eine Frage der Perspektive?“

Martina Wutscher

Auch in unserer Oktober/November-Ausgabe sprechen wir mit Tan LeRacoon &Racoonery.

Orkus! 0926

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