PHAL:ANGST im Interview (1/2)

Photo: Katharina Frühwirth

Seit 20 Jahren verbinden PHAL:ANGST düsteren Industrial mit atmosphärischem Post Rock. Zum Jubiläum erscheint mit „Minor Tremors“ das sechste Studioalbum der Wiener. Im Interview spricht Philipp über die Entwicklung der Band, die Entstehung des neuen Albums und die Wiener Musikszene.

Orkus: Zunächst einmal: Alles Gute zum 20-jährigen Jubiläum! Was denkst du, inwiefern habt ihr euch als Band seither weiterentwickelt? Und was ist gleich geblieben?
Philipp: Danke für die Glückwünsche. Unsere Arbeitsweise hat sich in den Jahren seit der Bandgründung sicher professionalisiert. Während zu Beginn vieles improvisiert war und wir unsere ersten zwei Alben selbst in DIY-Manier aufgenommen haben, nehmen wir uns jetzt viel Zeit für das Ausarbeiten der Stücke und arbeiten mit vielen großartigen und talentierten Menschen zusammen. Seit dem letzten Album „Whiteout“ erscheint unsere Musik auf dem Label Noise Appeal Records, das uns viele Dinge abnimmt. Der Sound hat sich sicherlich ebenfalls gewandelt, jedes Instrument hat mittlerweile den Platz, den es braucht und die Lieder sind melodischer und ausgefeilter. Gleichgeblieben ist wohl unser Spaß am Musikmachen, unser Enthusiasmus dafür sowie unser politisches Selbstverständnis. 

O: Das neue Album trägt den Titel „Minor Tremors“. Warum ist dieser Song der perfekte Titelsong und wie ist er entstanden?
Philipp: Das Lied ist als letztes des Albums entstanden, es ist vergleichsweise catchy und fasst alle unsere Soundelemente gut zusammen. Wir wollten noch ein finales, für unsere Verhältnisse „poppiges“ Lied für das Album machen und sind sehr zufrieden, was dabei herausgekommen ist.

O: Wie können wir uns generell die Arbeit an „Minor Tremors“ vorstellen?
Philipp: Die Stücke sind in den letzten drei Jahren entstanden und wurden teilweise auch schon live gespielt. In den letzten Monaten vor dem Aufnahmetermin nahmen wir uns viel Zeit, um die Lieder final auszuarbeiten, zu arrangieren und die Texte zu finalisieren. Danach haben wir mit Fazo666Fazo (Schlagzeuger von Baits und Bull Nakano, Produzent von z. B. Bipolar Feminin oder Lovehead) in zwei Proberäumen aufgenommen, wobei die Aufnahme-Sessions sehr zügig vonstattengingen. Zum Schluss wurden die Tracks von Fazo gemischt und von unserem langjährigen Kompagnon Alexandr Vatagin gemastert. 

Demnächst setzen wir das Interview fort.

Claudia Zinn-Zinnenburg

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