DAYS OF SORROW im Interview (2/2)

Days of Sorrow wurden 1981 gegründet, lösten sich Ende des Jahrzehnts auf und formierten sich vor einigen Jahren neu. Wie das gekommen ist und mehr über „Raptures“ – bereits das zweite Album ihrer „neuen Ära“, wie sie es selbst bezeichnen – erfährst Du im zweiten Teil unseres Interviews. Den ersten kannst Du hier nachlesen.
Orkus: Wie kam es zu dem Albumtitel „Raptures“? Also … „Entrückung“?
William Lennox: Für uns bedeutet „Raptures“ ein Gefühl intensiver Lust oder Freude. Das kann man besonders Live bei uns sehen. Es ist einfach unser Ding, dem Publikum unsere Musik auch derart vorzustellen. Voller Energie und Freude.
O: Welche Musik kann dich in einen solchen Zustand versetzen?
WL: Musik mit einer guten Energie, Atmosphäre, Stimme und Lyrics. Musik, die tiefe Erinnerungen und Gefühle in einem wecken kann. Musik, mit der man sich identifizieren kann. Musik, die einen in andere Welten mitnehmen kann.
O: Das Album beginnt mit „Change“. Ein Song, der klar macht, dass Veränderungen passieren, ob man sie will oder nicht. Wir stehst du dem Thema „Veränderungen“ gegenüber und wie entstand das Stück?
WL: Veränderungen gibt es immer und überall, wie du schon sagtest, gewollt oder ungewollt. Das muss einem klar sein und man darf nicht damit hadern. Veränderungen heißt auch, dass man manchmal über seinen eigenen Schatten springen muss und diese Veränderung selbst initiieren muss. Stillstand ist für mich nichts Positives. Es gibt doch immer wieder was Neues zu lernen oder zu entdecken, egal ob man weiß, was danach passiert oder auch nicht. Das ist für mich „Change“.
O: Überraschend ist „Machine“, in dem auch spanische Textteile vorkommen. Wie ist das „passiert“?
WL: Ich komme noch mal auf die spanische Connection zurück. Wir waren dort in den Achtzigern schon bekannt und haben dort immer noch eine Fangemeinde. Die Textteile sind also für sie. Es gibt auch eine rein englische Version, aber für das Album haben wir uns für diese entschieden.
O: Besonders mitreißend ist „Let It Out“. Gibt es eine Entstehungsgeschichte dahinter?
WL: Ja, wieder Thema Reflektion. Ich habe immer wieder erlebt dass man, wenn man Dinge nicht anspricht oder Wünsche, Lebensweisen unterdrückt, nie wirklich glücklich sein kann. Es kommt der Zeitpunkt, da muss man es herauslassen und die Grenzen verschieben. Das ist unser Aufruf dazu.
O: Wie können wir uns die Entstehung von „Rapture“ vorstellen? Falls man das so allgemein sagen kann.
WL: Ich habe ständig Ideen für Songs und Themen, manche halte ich als Skizzen fest, manche auch nur als Fragment. Diese sammele ich dann, bis der richtige Zeitpunkt gekommen ist, daran weiterzuarbeiten. Meistens finde ich dann ein kreatives Zeitfenster, in dem ich die Muße und Energie habe, um mich in meinem Studio einzuschließen und es fließen zu lassen.
O: Wie sieht die nahe Zukunft von Days of Sorrow aus?
WL: Wir promoten gerade unser Album, das heißt auch live unterwegs zu sein. Insbesondere freuen wir uns auf das Death Disco Festival in Athen am 03. April und das Dark Decay Festival in Poznan am 26. Juni. Alle weiteren Termine werden wir zeitnah auf unseren Social-Media-Kanälen bekanntgeben. Da wird bestimmt noch einiges Interessantes dabei sein: Italien, Spanien … mal sehen, wo es noch hingeht
Claudia Zinn-Zinnenburg
Line-up:
William Lennox – Gesang, Programmierung
Katharina von Schlotterstein – Keyboards, Hintergrundgesang
Jojo Brandt – Gitarren
Frank Junge – Keyboard, Synthesizer
Höre „Raptures“ auf Spotify:
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