TOUCH BY TOUCH im Interview (1/2)

Photo: Isabella

Touch by Touch wurde 2021 in Wien ins Leben gerufen. Mit ihrem Debütalbum „Power Dynamics“ verschaffen sie Sounds der Achtziger- und Neunzigerjahre Gehör, aber nicht ohne eine frische, moderne Note. Wir sprechen mit dem sympathischen Duo über die Anfänge und vieles mehr.

Wie alles begann …

Orkus: Fangen wir doch am Anfang an: Wann seid ihr erstmalig mit Darkwave bzw Post-Punk in Kontakt gekommen?
FKV: Irgendwann Ende 90er, Anfang der 2000er Jahre.
FKG: Bei mir war’s ein bissl früher – meine Nachbarin war in den Achtziger Depeche Mode „Ultra“ und hat mir zum elften Geburtstag „Violator“ geschenkt. Kurz danach war 1992 „Temple of Love“ in der Hitparade – gleichzeitig mit „Rhythm Is a Dancer“ von Snap. Auch ein super Song.

O: Was hat euch an diesen Klängen ganz besonders fasziniert?
FKV: Die gute Tanzbarkeit.
FKG: Ja. und Melancholie, Düsternis und packendes Songwriting. Und Ofra Haza. In unserem Lied „Amor Mortifera“ ist eine kleine Hommage an sie eingebaut.

O: Was bedeutet euch diese Musik heute?
FKV: Sehr viel!
FKG: Ich liebe es, dazu zu tanzen – das wirkt besser als jede Therapie.

O: Wo und wann habt ihr beide euch kennengelernt?
FKG: Vor rund 15 Jahren in Wien. Wir fanden schnell heraus, dass wir einen extrem kompatiblen Musikgeschmack haben, und zwar genreunabhängig.
FKV: Ja, das kommt gut hin. Wir haben uns über Metal kennengelernt, da wir da auch große Fans sind.

Berührungen

O: Wie kamt ihr auf den Bandnamen Touch by Touch? Gibt es eine Geschichte dahinter?
FKG: Musik muss berühren. Menschen in Beziehungen berühren sich. Emotional oder physisch. Schritt für Schritt, Berührung für Berührung – ein fragiler Prozess. Der Name ist abstrakt, evoziert gleichzeitig individuell gefärbte Interpretationen. Das gefällt uns. Auch sehr gefällt uns der österreichische Superhit desselben Namens von 1985, aus der Feder der Band Joy – unwiderstehlich. Der Name kombiniert also philosophischen Anspruch mit einem gewissen Trash-Faktor. Exakt so lieben wir es auf Platten, die wir kaufen.

Analog vs. digital?

O: Aber nun zur Musik! Was heutzutage ungewöhnlich ist: Ihr benutzt ausschließlich analoges Equipment aus den Achtzigern und Neunzigern. Worin liegen für euch die Vorteile und kommt ihr dabei auch manchmal an eure Grenzen?
FKV: Wir machen Musik im Stil der Achtziger bzw. Anfang Neunziger, da macht es Sinn, Klangerzeuger aus dieser Zeit zu verwenden, um diesen Sound hinzubekommen. Moderne Geräte sind aber auch oft super, vor allem Behringer macht tolle Nachbauten alter Klassiker. Alle Teile der Lieder werden „live“ in den Sequencer eingespielt, also nicht programmiert. Sie werden zwar nachher nochmal quantisiert bzw. eventuell die Geschwindigkeit erhöht, aber das ist unsere Grenze. Also man hört nichts, was nicht einer von uns zumindest irgendwie spielen kann. 

Dynamisch

O: Das Debütalbum trägt den Titel „Power Dynamics“. Warum passt er eurer Meinung nach so gut?
FKG: Wir haben als Duo gewisse „Power Dynamics“, ebenso die Songs in sich und zueinander. Inhaltlich dreht sich vieles um Beziehung, Liebe und Verlust – die Aufs und Abs des Lebens. Und der Titel ist catchy, fresh und dynamisch – sehr wichtig, um im harten Musikbusiness bestehen zu können.

Körpersprache

O: Das Album beginnt mit „Body Language“. Wann war klar, dass das der perfekte Einstieg in das Album ist und gibt es eine Entstehungsgeschichte hinter dem Song?
FKG: „Body Language“ war der erste Song, den wir gemeinsam fertiggestellt haben – ist also auch der biografische Opener, das fühlte sich stimmig für das Debütalbum an. Gleichzeitig fasst er viele Elemente unseres recht breit gefächerten Sounds zusammen– prägnante Synths, melancholische Gitarren und tanzbarer Beat. Und „Body Language“ ist überhaupt immer sehr wichtig, nicht nur auf dem Dancefloor.

Demnächst kannst Du hier den zweiten Teil unseres Interviews lesen.

Claudia Zinn-Zinnenburg

Line-up:
FKG – Gesang, Bass
FKV – Synthesizer, Gitarre

Touch by Touch – Tourdates:
02. Mai 2026 AT-Wien, Szene
03. Mai 2026 AT-Graz, PPC
08. November 2026 AT-Wien, Das LOT

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